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ORTHOLILL >> themen im fokus >> Abteilung fuß
Der menschliche Fuß besteht aus einer Vielzahl von Knochen, Gelenken und Bändern, die in einem komplexen Zusammenspiel agieren. Der Fuß soll den Menschen ein Leben lang tragen und auf verschiedenste Belastungssituationen reagieren.
Durch Veranlagung, aber auch durch ungeeignetes Schuhwerk kann dieses komplexe
System aus dem Gleichgewicht geraten. Die Folge ist eine Verformung des Fußes,
die häufig zunehmende Beschwerden macht.
Der sog. Hallux valgus (Ballenzeh) ist als Großzehverformung eine der
häufigsten Fehlstellungen des Vorfußes. Der erste Mittelfußknochen schiebt sich
im Sinne eines Spreizfußes nach innen, der Zeh weicht zunehmend nach außen ab.
Es entsteht ein chronischer schmerzhafter Druck über dem Ballen. Das
Großzehengrundgelenk beginnt zu verschleißen. Aus den weit über hundert
Operationsmethoden zur Hallux valgus Korrektur wird das individuell geeignete
Verfahren ausgewählt. Es stehen reine Weichteilkorrekturen, reine knöcherne
Korrekturen und Kombinationseingriffe zur Verfügung. Nach der Operation wird in
der Regel über 4 Wochen ein spezieller Schuh getragen.
Der sog. Krallenzeh bzw. Hammerzeh zeichnet sich durch eine Verkrümmung vor
allem des zweiten und dritten Zehes aus. Durch chronischen Druck kann eine
schmerzhafte Schwiele entstehen. In einem kleinen Eingriff wird ein Teil des
Mittelgelenkes entfernt und der Zeh mit einem dünnen Draht stabilisiert
(Operation nach Hohmann).
Bei chronischen Schmerzen im Bereich der Vorfußsohle (Metatarsalgie) werden die
betroffenen Mittelfußköpfchen etwas nach hinten verlagert und mit kleinsten
Schrauben fixiert (Operation nach Weil).